Ab Januar 2012 wird es neben der Antifa-Theke an jedem zweiten Samstag im Monat eine weitere regelmäßige Veranstaltung von uns geben. Jeden dritten Dienstag im Monat wollen wir uns beim DIA-Abend [Dienstag:Informations:Abend] mit unterschiedlichen politischen Themen beschäftigen. Am 17.01. steht das Thema „Extremismusdebatte“ auf der Tagesordnung. Unser Referent wird euch die aktuelle Diskussion um gefährliche „Linksextremisten“, weniger gefährliche „Rechtsextremisten“ und die angeblich demokratische Mitte der Gesellschaft näher bringen und auf die so genannte „Extremismustheorie“ eingehen.
17.01. | Antifa-Abend „Extremismusdebatte“ | 19:00 Uhr | Planwirtschaft
Am Samstag den 26.11.2011 beteiligten sich in Karlsruhe 400 Menschen an einer Demonstration unter dem Motto „Kein Schutz für rechte Gewalt – Solidarität mit den Opfern – für eine Gesellschaft ohne Rassismus“.
Veranstaltet wurde die Demonstration von der Initiative gegen rechte Gewalt. Die Demonstration begann um 14:00 Uhr und zog über die Karlsruher Einkaufsmeile Kaiserstraße am Weihnachtsmarkt vorbei zur Bundesanwaltschaft in der Südweststadt. Am Bundesgerichtshof gab es eine Zwischenkundgebung. Anlass der Demonstration war die aufgedeckte Mordserie der neonazistischen Organisation „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)“ und die enge Verwicklung des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz.
Nachdem das Medienecho nachgelassen hat und die Gemüter sich beruhigt haben ist es wichtig Zeichen zu setzen und selbst aktiv zu werden. Es gilt nun den Nazis entschlossen entgegen zu treten und die Rolle des Verfassungsschutz kritisch zu beläuchten und zu hinterfragen, anstatt mehr Kompetenzen für diesen zu fordern. Ein weiterer wichtiger inhaltlicher Punkt war die sogenannte Extremismustheorie die besagt, dass eine demokratische gesellschaftliche Mitte von extremistischen linken und rechten Rändern bedroht ist. Für uns stellt diese Theorie ein Skandal dar, denn Antifaschismu lässt sich mit Faschismus nicht gleichsetzen. Weiter problematisch ist, dass diese Theorie die gesellschaftliche Mitte von menschenverachtenden Einstellungen frei spricht. Dabei sind rassistische, antisemitische und sozialchauvinistische Inhalte fester Bestandteil dieser Mitte.
Die Demonstration letzten Samstag kann als Erfolg gewertet werden. Es ist gelungen innerhalb weniger Tage viele Menschen zu mobilisieren. Auf der Route konnte das Anliegen vielen PassantInnen durch die mitgeführten Transparente und durch die verteilten Flyer näher gebracht werden. Desweiteren fand die Demonstration in den regionalen Medien durchweg positive Berichterstattung.
Wir hoffen, dass die Demonstration ein guter Anstoß war um den Faschisten zu zeigen, dass es Menschen gibt die ihnen die Straßen nicht ohne weiteres überlassen werden. Die immer dort auftreten, wo Faschisten versuchen sich breit zu machen oder ihre Propagandha zu verbreiten. Die sich für eine starke antifaschistische Kultur einsetzen, denn nirgends haben es die Nazis schwerer sich breit zu machen als in Gebieten in denen es AntifaschistInnen gelungen ist, eine antifaschistische Kultur zu etablieren.
*09.11.2011 | Antifaschistischer Abendspaziergang | 18h | Planwirtschaft
*11.11.2011 | Siempre Antifascista Infoabend zu Opfern neofaschistischer Gewalt | 19:30h | Planwirtschaft
Die Reichsprogromnacht am 9. November 1938 markierte den Übergang von der Verfolgung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland zur sytematischen Vernichtung in ganz Europa. Auch in Karlsruhe wurde die Synagoge zerstört und und der faschistische Terror ausgeweitet. Gemeinsam wollen wir deshalb am 9. November in Karlsruhe die Orte dieser Ereignisse besuchen und die Rolle Karlsruhes im Nationalsozialismus beleuchten.
Doch wir vergessen auch die Opfer aktueller faschistischer Gewalt nicht. Sowohl in Deutschland als auch in weiten Teilen Europas verüben Neonazis Anschläge, Übergriffe und Hetzjagden gegen Homosexuelle, Linke und MigrantInnen. Viel zu oft fordern diese Übergriffe Todesopfer. Die Amadeu Antonio Stiftung zählt seit der Wiedervereinigung Deutschlands mindestens 138 Todesopfer. In vielen Fällen waren die Opfer aktive AntifaschistInnen die sich für eine Perspektive jenseits von Faschismus, Rassismus, Antisemitismus und Sexismus einsetzen. Menschen, die für eine fortschrittliche Gesellschaft kämpften und dafür mit ihrem Leben bezahlen mussten. Erst vor wenigen Wochen wurde in der Nähe von Offenburg ein junger Antifaschist Ziel eines Mordversuches.
Doch wir führen ihren Kampf weiter. Ob in Madrid Carlos Palomino, in Moskau Ivan Chutorskoy oder in Berlin Silvio Meier: nichts und niemand bleibt vergessen.
Siempre antifascista – In Gedenken an die Opfer faschistischer Gewalt
26.11.2011 | Antifa-Soli-Party
Halle 14 | KA-Rheinhafen
21 Uhr
DJ-Party mit
- Vladimir Spontanovic (DISCO)
- TSUNAMI vs. Manfred (Trash‘Techno)
Support your local Antifa
Am Samstag, den 22.10.2011, wollen Nazis aus der Region unter dem Motto „Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!“ in Emmendingen aufmarschieren. Das Antifaschistische Aktionsbündnis Ortenau ruft dazu auf, sich an den Protesten dagegen zu beteiligen.
Zugtreffpunkt aus Karlsruhe: 08:45 Hbf Karlsruhe [Bahnhofsvorplatz]
Letzte Infos gibt es am Freitagabend um 20:00 Uhr in der Planwirtschaft
Nachdem die Demonstrationsanmeldung für den 22.10. in Offenburg von den Nazis zurückgenommen wurde (Hierbei spielte sicher der Vorfall in Riegel eine große Rolle), haben sie unter dem oben genannten, neuen Motto ihren Aufmarsch nach Emmendingen verlegt. Innerhalb weniger Tage hat sich ein breites Bündnis aus der Emmendinger Zivilgesellschaft gegründet: Emmendingen nazifrei veranstaltet den ganzen Tag über auf dem Marktplatz einen Bunten Markt für ein tolerantes und demokratisches Emmendingen. Um 10 Uhr 30 findet dort auch eine Kundgebung statt.
Die Nazis wollen sich auf dem Festplatz, ca. 10 Minuten Fußweg vom Marktplatz, treffen. Getrennt sind die beiden Plätze durch die von Nordwest nach Südost verlaufenden Bahngleise. Am 17.10. wurde der Naziaufmarsch von der Stadtverwaltung verboten. Das wird einerseits mit dem „zu erwartenden Gefahrenpotential“ und andererseits mit dem geschichtsträchtigen Datum begründet: Auch aus Emmendingen wurden am 22.10.1940 jüdische Menschen in das Konzentrationslager Gurs in Frankreich deportiert. Es ist zu erwarten, dass dieses Verbot vom zuständigen Gericht gekippt wird.
Kommt alle um zur Kundgebung auf dem Marktplatz in Emmendingen!
Den Naziaufmarsch verhindern!
Kein Fußbreit den Faschisten und Faschistinnen!
Für aktuelle Infos:
www.antifa-ortenau.tk
www.emmendingennazifrei.wordpress.com
18.8. | 11 Uhr | Durlacher Allee 100 [LAST – Zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge]
Vom Montag 15.8. bis Freitag 19.8. findet in der LAST Karlsruhe eine Zwangsvorführung von Flüchtlingen vor einem Vertreter der Nigerianischen Botschaft statt.Die Flüchtlinge werden unter Zwang, z.T. mit Handschellen in die LAST
gebracht. Der „Vertreter der Nigerianischen Botschaft“ bestätigt dann oft willkürlich die „nigerianische Nationalität“ von Flüchtlingen, um ihre Abschiebung schneller möglich zu machen.
Flüchtlinge haben in der Vergangenheit den Verdacht geäußert, dass dabei auch Geld geflossen sei…
Gleichzeitig werden von den Botschaftsangehörigen politisch aktive Flüchtlinge erfasst und sind dann bei der Abschiebung gleich der Repression der dortigen Behörden ausgesetzt.

Zum siebten Mal in Folge versuchen Neonazis anlässlich des Internationalen Antikriegstages in Dortmund zu marschieren. Neofaschisten rufen europaweit dazu auf am 03.09.2011 am sogenannten „Nationalen Antikriegstag“ teilzunehmen. Dieser gilt, nach dem im Februar erfolgreich verhindertem Aufmarsch in Dresden, als wichtigster Naziaufmarsch in Deutschland. (mehr…)
Aus der Region wird es eine gemeinsame Anreise mit dem Bus geben. Karten gibt es Freitags zwischern 19 – 22 Uhr in der Planwirtschaft.
Aktuelle Infos aus Dortmund gibt es bei Dortmund stellt sich quer und dem Alerta Bündnis
Am Abend des 25. Juni 2011 zogen ca. 60 bis 70 Antifaschistinnen und Antifaschisten durch Ötigheim in der Nähe von Rastatt. Vor dem Haus einer örtlichen Faschistin aus dem Umfeld der Kameradschaft „Nationale Sozialisten Rastatt“ wurde ein Zwischenstopp eingelegt und ein kurzer Redebeitrag wurde abgehalten. Anlass der Spontandemonstration war nicht zuletzt die Tatsache, dass am gleichen Abend das Abschlusskonzert im Rössle mit Devils Project, Kommando Skin, Faustrecht und Sturmtrupp stattfand.
Das Ortsbild war bislang geprägt von Nazi-Aufklebern und -Plakaten und wie unter anderem neulich bekannt wurde, wohnen dort auch mehrere Nazis.
Die Botschaft der Spontandemonstration war neben der Entfernung der Nazipropaganda, dass auch in Zukunft mit antifaschistischer Präsenz fernab größerer Städte zu rechnen ist. Das gilt insbesondere für die Nazis aus Rastatt und Umgebung, die sich gerade auf der Suche nach einer neuen Örtlichkeit in der Region befinden.
www.schachmatt.blogsport.de
Antirepressionsspecial beim Offenen Antifa Treffen: VertreterInnen der Antifaschistische Initiative Heidelberg berichten über aktuelle Schwerpunkte staatlicher Repression und den Spitzeleinsatz gegen die studentische und linke Szene in Heidelberg. Dazu gibts Infos zur Antirepressionsdemo in HD am 21.05.2011.
Im Anschluss findet wie jeden Freitag das Jugendantifacafé statt mit Getränken, Finger Food, Tischfußball und netten Leuten.

Bericht vom Revolutionären 1. Mai 2011 in Karlsruhe
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Interview zum 1. Mai 2011 in Karlsruhe
Solidarität mit den Angeklagten vom 1. Mai | Sponti
1. Mai Heilbronn Nachbereitung
Soziale Revolution ist grenzenlos
Der 1. Mai ist für uns weder ein Feiertag noch ein Gedenktag. Wir halten an der Tradition als „Internationaler Kampftag der ArbeiterInnenklasse“ fest. Dies bedeutet gemeinsam und öffentlich für eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse einzutreten. Denn entgegen den Behauptungen der VerteidigerInnen der herrschenden Ordnung, ist diese weder alternativlos noch die beste aller Geselllschaftsmodelle. In Wirklichkeit ist das kapitalistische System, das auf Proftmaximierung und weltweiter Ausbeutung basiert, für den überwiegenden Teil der Weltbevölkerung ein einziger Alptraum aus Armut, Verelendung, Umweltzerstörung und Krieg.
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