Archiv für August 2010

Nach dem verhinderten Heß-Marsch – Spontandemo in Söllingen

Mit einer antifaschistischen Kundgebung und einer Spontandemonstration machten etwa 80 Antifaschist_innen am Samstag Nachmittag gegen das Neonazi-Zentrum in einem Gasthaus in Rheinmünster-Söllingen mobil. Nach dem verhinderten Neonazi-Aufmarsch in Karlsruhe und einer Antifa-Kundgebung mit 400 Teilnehmer_innen am ursprünglich geplanten Treffpunkt des Heß-Marschs wollten sie auf „die Wurzel“ der rechten Umtriebe in der Region aufmerksam machen.

Laut Tobias Jahnke, dem Sprecher der Autonomen Antifa Karlsruhe sollte mit der Aktion ein Zeichen gesetzt werden, um Neonazis den Nährboden zu entziehen. „Wir sind überzeugt davon, dass die Idee für den Heß-Marsch in Karlsruhe im Neonazi-Zentrum von Rheinmünster-Söllingen geboren wurde. Hier können sie sich ungestört treffen, vor allem über Musikveranstaltungen rechten Nachwuchs rekrutieren und Geld für ihre Propaganda erwirtschaften. Wir sehen uns daher in der Pflicht, diesem Zentrum den Garaus zu machen.“

„Wir wollten auch den Einwohnern von Söllingen unsere Unterstützung signalisieren und ihnen bewusst machen, dass sie nicht alleine sind, wenn sie sich gegen den braunen Sumpf wehren“, so Jahnke weiter. Für die kommenden Wochen kündigt Jahnke verschiedene weitere Aktionen gegen das Neonazi Zentrum im Gasthaus „Rössle“ an.

Zum Hören

Interview zur Aktion in Rheinmünster-Söllingen
Radio-Feature zum geplanten Heß-Marsch

Heß-Gedenkmarsch verhindern

Raus auf die Strasse gegen den Heß-Marsch in Karlsruhe!

Samstag, 21.08.2010 den Heß-Marsch in Karlsruhe verhindern

Treffpunkte für Antifa-Gegenaktivitäten

- 10h Kundgebung am Durlacher Tor und
- 10h Mahnwache vor der Lutherkirche (Gottesauer Platz)

Die Nazis wollen sich um 12 Uhr auf dem Gottesauer Platz versammeln.

Antifa-Infostruktur

Am Samstag ab 10 Uhr gibt es ständig aktuelle Informationen beim Freien Radio Querfunk (UKW: 104,8). Denkt also an ein Radio, um laufend über aktuelle Änderungen und Entwicklungen informiert zu sein.

Antifa-Zugtreffpunkte

Bühl | 09.00h | Gleis 1 | Abfahrt: 09.21h
Forbach | 08.40h
Freiburg | 07.45h | Gleis 2 | Abfahrt: 08.03h
Gaggenau | 09.08h
Gernsbach | 09.00h
Heidelberg | Gleis 8 | Abfahrt: 08.48h
Mannheim | Gleis 9 | Abfahrt: 08.29h
Offenburg | 08.45h | Gleis 6 | Abfahrt: 09.02h
Rastatt | 09.22h
Reutlingen | 07.30h | Gleis 1 | 07.40h
Stuttgart | 08.45h | Gleis 6
Tübingen | 07.20h | Gleis 2 | 07.30h
Tuttlingen | 06.20h | Gleis 5
Ulm | 06.30h | vor Hbf | Abfahrt: 06.54h

Unser Aufruf

Am 21.08.2010 wollen Neonazis der „Freien Kräfte Karlsruhe“ zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder eine Demonstration durchführen. Unter dem Motto „Trotz §130 – Mord bleibt Mord“ wollen sie sich um 12 Uhr am Gottesauer Platz versammeln. Der §130 des Strafgesetzbuches behandelt den Tatbestand der Volksverhetzung. In der Vergangenheit diente er dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe dazu, die Rudolf Heß – Gedenkmärsche in Wunsiedel zu verbieten. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karlsruhe als Versammlungsort gewählt. In ihrem Aufruf beziehen sich die Neonazis auf den §130 des Ordnungswidrigkeitengesetzes, der sich mit der Verletzung der Aufsichtspflicht in Betrieben und Unternehmen befasst. Unter diesem Deckmantel versuchen sie, einem Verbot des geplanten „Rudolf-Heß-Gedenkmarsches“ entgegenzuwirken. Für uns ist jedoch offensichtlich, dass ihre wirklichen Ziele andere sind. Schon bei den vorangegangenen Rudolf Heß – Gedenkmärschen fand die Floskel „Mord bleibt Mord“ häufige Verwendung.

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Heß-Marsch in Karlsruhe verhindern!

Samstag, 21.08.2010 den Hess-Marsch in Karlsruhe verhindern
Treffpunkte für antifaschistische Gegenaktivitäten
- 10h Kundgebung am Durlacher Tor
-10h Mahnwache vor der Lutherkirche (Gottesauer Platz)

…und bereits am 14.08.2010 in Ludwigshafen den Naziaufmarsch gegen den CSD verhindern. Treffpunkt für AntifaschistInnen: ab 12 Uhr Platanenhain (neben Berliner Platz / S-Bahnhof Mitte), 13 Uhr Kundgebung, danach Proteste und Blockaden gegen den Naziaufmarsch
Aktuelle News: http://twitter.com/akantifa

Zum ersten Mal seit fünf Jahren wollen Neonazis wieder in der Karlsruher Innenstadt aufmarschieren. Anlass ist der Todestag von Rudolf Heß, dem damaligen Stellvertreter Adolf Hitlers. Bis 2005 pilgerten mehrere tausend Neonazis Mitte August regelmäßig ins bayrische Wunsiedel, dem Ort an dem Heß begraben liegt. Erst 2009 fällte das Bundesverfassungsgericht das letztinstanzliche Urteil, um diese „Gedenkmärsche“ zu verbieten. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde Karlsruhe als Aufmarschort für den 21. August gewählt.
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Treffpunkte für antifaschistische Gegenaktivitäten


- 10h Kundgebung am Durlacher Tor und
- 10h Mahnwache vor der Lutherkirche (Gottesauer Platz)

Die Nazis wollen sich um 12 Uhr auf dem Gottesauer Platz versammeln.

Presse

BNN, Neues Deutschland, ND (Kommentar), ka-news, Blick nach rechts, SWR, NPD-Blog

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