Archiv für Mai 2012

DIA: Vortrag & Diskussion zu Frauenquote

Dienstag, 19. Juni – 19.30 Uhr – Planwirtschaft
„Nein, danke. Das kann ich auch alleine“ – Über Sinn und Unsinn von Frauenquoten.

Vortrag und Diskussion
DIA: Dienstag • Information • Abend

Die Männerquote bei den Vorständen der wertvollsten börsennotierten deutschen Unternehmen liegt bei schwindelerregenden 98 Prozent. Bei den Aufsichtsräten handelt es sich immerhin noch um 90 Prozent. – Aber bei diesem Vortrag soll es ja gar nicht um die Männer-, sondern um die Frauenquoten gehen. Ein Blick in die Bereiche Wirtschaft, Politik, Kunst, Medien und Wissenschaft lässt erkennen, dass der Anteil von Frauen an führenden Positionen gering ist. Es nehmen zwar mehr Frauen als Männer ein Studium auf, doch sind nur 16 Prozent aller Lehrstühle mit Professorinnen besetzt. Sind es tatsächlich nur die individuellen Bewertungsgrundlagen Leistung und Qualifikation, die zum Ausschluss von Frauen führen? Oder welche Rolle spielt das Geschlecht dabei?

Eine Quote kann ein geeignetes Instrument sein, um der strukturellen Diskriminierung von Frauen entgegenzuwirken. Sie kann aber auch dazu verwendet werden, um die Humankapitalressource „Frau“ zu erschließen und nutzbar zu machen. In der Diskussion über die Quotierung hat eine Verschiebung der Argumentationsmuster stattgefunden. So empfehlen Unternehmensberater_innen im Rahmen des „Diversity Management“, mehr Frauen einzustellen, um die Produktivität zu steigern. Deswegen soll in diesem Vortrag auch in den Fokus gerückt werden, welche Akteur_innen mit welchem Interesse für oder gegen die Einführung von Frauenquoten streiten.

Burschenschaften – völkisch-nationale Männerbünde

***Die Veranstaltung findet ausnahmsweise in der Victoriastraße 12 statt, im Anschluss an einen kurzen Infovortrage zur aktuellen Situation des AZ Zelle in Reutlingen***

Studentenverbindungen sind so alt wie die Uni-versitäten selbst und obwohl an jeder Universität Verbindungsstudenten anzutreffen sind, ist das Wissen über sie oftmals sehr gering. Trotz der Aktualität der Thematik und der Presseaufmerksamkeit der letzten Zeit, allen voran an der „Deutschen Burschenschaft“ und deren „Arierparagraphen“, war das Interesse an Struktur und Hintergrund der Verbindungen oftmals leider sehr gering. Dies wollen wir mit dem Referent Phillip Müller aus Heidelberg ein wenig ändern. Vor dem Hintergrund der dem -nächst stattfindenden Treffen einiger Dachver-bindungen wie dem „Weinheimer Senioren Convent“ in Weinheim und dem der „Deut -schen Burschenschaft“ in Eisenach wollen wir das Thema mit dieser Infoveranstaltung wieder mehr ins Blickfeld rücken.
Über einen historischen Einstieg zur Ent-stehung der Verbindungen im allgemeinen, deren Dachverbänden und Unterschiedebis
hin zu den über 30 Verbindungen in Karlsruhe selbst, versuchen wir einen Einstieg in die Thematik und die Kritik zu bieten.„Zur geschichtlichen Schicksalsgemeinschaft des deutschen Volkes kann nur derjenige gehören, dem diese Eigenschaft durch seine Abstam -mung zuteil wurde.“ Es sei daher „besonders in Zeiten fortschreitender Überfremdung […] nicht hinnehmbar, dass Menschen, welche nicht von deutschem Stamme sind, in die Deutsche Burschenschaft aufgenommen werden.„Beispielsweise weist eine nichteuropäische
Gesichts- und Körpermorphologie auf die Zuge-hörigkeit zu einer außereuropäischen populati-onsgenetischen Gruppierung und damit auf eine nicht deutsche Abstammung hin.“Antrag auf dem Deutschen Burschentag

19:30 Uhr | Karlsruhe | Victoriastraße 12