DIA: Vortrag & Diskussion zu Frauenquote

Dienstag, 19. Juni – 19.30 Uhr – Planwirtschaft
„Nein, danke. Das kann ich auch alleine“ – Über Sinn und Unsinn von Frauenquoten.

Vortrag und Diskussion
DIA: Dienstag • Information • Abend

Die Männerquote bei den Vorständen der wertvollsten börsennotierten deutschen Unternehmen liegt bei schwindelerregenden 98 Prozent. Bei den Aufsichtsräten handelt es sich immerhin noch um 90 Prozent. – Aber bei diesem Vortrag soll es ja gar nicht um die Männer-, sondern um die Frauenquoten gehen. Ein Blick in die Bereiche Wirtschaft, Politik, Kunst, Medien und Wissenschaft lässt erkennen, dass der Anteil von Frauen an führenden Positionen gering ist. Es nehmen zwar mehr Frauen als Männer ein Studium auf, doch sind nur 16 Prozent aller Lehrstühle mit Professorinnen besetzt. Sind es tatsächlich nur die individuellen Bewertungsgrundlagen Leistung und Qualifikation, die zum Ausschluss von Frauen führen? Oder welche Rolle spielt das Geschlecht dabei?

Eine Quote kann ein geeignetes Instrument sein, um der strukturellen Diskriminierung von Frauen entgegenzuwirken. Sie kann aber auch dazu verwendet werden, um die Humankapitalressource „Frau“ zu erschließen und nutzbar zu machen. In der Diskussion über die Quotierung hat eine Verschiebung der Argumentationsmuster stattgefunden. So empfehlen Unternehmensberater_innen im Rahmen des „Diversity Management“, mehr Frauen einzustellen, um die Produktivität zu steigern. Deswegen soll in diesem Vortrag auch in den Fokus gerückt werden, welche Akteur_innen mit welchem Interesse für oder gegen die Einführung von Frauenquoten streiten.